| 1989 gründeten Kate Gowar und Karin Potisk die Ricochet Dance Company (Gowar, Potisk, Toby Gunn, Anna Williams und James de Maria). Die Company gilt in der unabhängigen Tanzszene als etwas ganz Besonderes. Sie ist eine reine Tänzer-Company, die sich Choreographen einlädt, mit denen sie aktuell zusammenarbeiten will.
Bereits 1992 gewann die Ricochet Dance Co den Best Performers Award beim Choreographenwettbewerb in Bagnolet (wichtigster Wettbewerb zeitgenössischen Tanzes). Dieses Jahr gewann sie mit dem aus Amerika kommenden Künstler, Javier De Frutos, erneut den Preis. |
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| Fünf Tänzer, Frauen und Männer, gekleidet in blutroten Kostümen tanzen zur Musik des dritten Aktes von Puccinis Oper Tosca. Fern von Puccinis pathetischer Leidenschaft hin zu einem ordinären, kraftvollen Spiel voll spektakulärer Stürze, simulierter Kopulationen und wilden Küssen. Javier de Frutos inszeniert das ewige Spiel von Eifersucht, Sex und Tod als provozierendes Spektakel mit Witz und überschäumender Sinnlichkeit. |
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E Muoio Disperato
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| Urban Savage untersucht die Beziehung zwischen Schwäche und Aggression. Die Stadtwüste ist ausgeblutet von allen Instinkten, außer denen des Mörders. Die Tänzer und Tänzerinnen wehren sich gegen unsichtbare Gegner mit insektenhaften Bewegungen, die Knochen scheinen aus ihrer Haut zu wollen. Die Tänzer wirken bloßgestellt, verfolgt von ihrer eigenen, aus den Fugen geratenen Verwundbarkeit, die sie nur noch halb menschlich erscheinen läßt.
Im Gegensatz zu Javier de Frutos Stück provoziert McGregor’s Urban Savage mit seiner kalten ödnis, Weichheit und menschliche Wärme haben in dieser Welt keine Chance. Und doch ist es ein Genuß in diese Sphäre einzutauchen und der sehr eigenwilligen Bewegungssprache de Frutos zu folgen. |
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Internationales Tanzfestival Kassel